Ankündigung Raymond Unger

Grundzüge des transgenerationalen Kriegstraumas

und die Auswirkungen auf zeitgenössische Moralen

Raymond Unger referiert über die transgenerationale Traumaweitergabe kriegsbelasteter Kindheiten des Zweiten Weltkriegs und deren Folgen für die Jetztzeit. Als Autor sondiert Unger die Frage, inwieweit die Prägungen der Kriegsgeneration bei der Folgegeneration, den sogenannten „Kriegsenkeln”, zu Selbst-Infragestellungen führten, die mitursächlich für die Übersteuerung politischer Agenden ist.

Der Referent liest kurze Passagen aus seiner Trilogie des Europa Verlags „Die Wiedergutmacher“ (2018), „Vom Verlust der Freiheit“ (2021) und „Die Heldenreise des Bürgers“ (2023), die Werke sondieren die zumeist moralisch begründeten Agenden zur Migrations-, Klima-, Pandemie- und Ukraine-Problematik.

Als ehemaliger Therapeut und professioneller Künstler stellt der Autor schlussendlich seine Lösungsansätze zur Heilung von Transtrauma vor.  

Die Veranstaltung wird eine Mischung aus Vortrag und kurzen Lesungen mit folgenden Inhalten sein:

  • Differenzierung Tätern/Opfer des Zweiten Weltkriegs
  • Grundzüge des Schocktraumas bei Kriegskindern
  • Unterschied Schocktrauma/Entwicklungstrauma
  • Babyboomer: Kinder der Kriegskinder
  • Erziehungsmuster empathiegestörter Eltern
  • Mangelnde Triangulierung
  • Parentifizierung
  • Doppelbindung
  • Verleugnete Schuld- und Schamgefühle und ihre narzisstische Kompensation
  • Autoritärer Charakter, faschistoide Denkmuster und der „Schatten“ nach C.G. Jung
  • Hypermoral als politisches Machtmittel
  • Ersatzreligionen der säkularen Gesellschaft

Der KulturKreis Pankow lädt ein

Zeit: Donnerstag, 28. Juni 2024, 19 Uhr

Ort: Sprechsaal, Marienstr. 26, Berlin-Mitte

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